Privater Wohnbau

SANIERUNG

STILFES 2012 - 2014

Das ehemalige Zollhaus „Öttl“ im Ortskern von Stilfes hat seine Ursprünge im 15 Jhd. Es wurde in den 1980er Jahren umgebaut, und befand sich deshalb teilweise in gutem Zustand. Nun sollte der bestehende Wohntrakt saniert und der Wirtschaftstrakt teilweise einer Wohnnutzung zugeführt werden. Erd- und Obergeschoss wurden jeweils um eine Raumbreite erweitert und über ein neues Treppenhaus erschlossen. An der Nordseite des Stalles wurden Heizraum und Hackschnitzelsilo untergebracht.
An den Fassaden des bestehenden Wohntraktes waren Putzausbesserungen und Ausbesserungen am Farbanstrich erforderlich. Im Stadelbereich waren neue Fensterausbrüche in den bestehenden Holzschalungen vorgesehen; diese erhielten als neue Elemente eine hochrechteckige Form, dabei wurde auf eine Sprossenteilung verzichtet. Des Weiteren wurde der Anbau eines Balkons als Holzkonstruktion an der Stelle des Abortes an der Südseite realisiert.
[Arch. Peter Kraus, Arch. Eleonora Kraus]



Privater Wohnbau

SANIERUNG WOHNGEBÄUDE

STERZING 2013 - 2014

Das Projekt beinhaltete die Sanierung des 2. Obergeschosses und Dachgeschosses, des in der Neustadt von Sterzing liegenden Wohngebäudes. Geplant waren der Austausch von Türen und Fenster, die Sanierung des Bades, sowie die Dämmung des Daches mittels einer Zwischensparrendämmung.
Um den bestehenden Wohnraum attraktiver zu gestalten, wurde die bestehende Hohlsteindecke vom Wohnraum zum Dachgeschoss abgerissen und an deren Stelle eine Galerie als Holz- und Stahlkonstruktion, realisiert. Eine neue Treppe in Leichtkonstruktion erschließt die neu entstandene schräg abgewinkelte Galerie und bildet einen Blickfang. Der dadurch entstandene, zum Teil zweigeschossige Wohnraum, weist eine dynamische Geometrie auf. Um den Innenraum besser zu belichten, wurde die Holzschalung der Ostfassade abgenommen und durch eine schräg eingebaute Holzlattung, welche sich stufenweise auffaltet, ersetzt. Eine neue dahinterliegende Fensterfront sorgt für die thermische Trennung.
[Arch. Eleonora Kraus, Arch. Peter Kraus]



Moarhof

SANIERUNG "MOARHOF"

VAHRN 2010 - 2012

Das ehemalige Wohn- und Wirtschaftsgebäude „Moar in Bsack“ liegt in Neustift nahe dem rechten Ufer des Eisacks und hat seine Ursprünge im 13. Jh. Die vielschichtige Entwicklungsgeschichte des Hofes konnte man an den verschiedenen Putzoberflächen, Täfelungen und Malereien erkennen.
Das Gebäude wurde seit Jahren nicht mehr bewohnt und befand sich daher teilweise in einem schlechten Zustand. Es sollte durch eine Sanierung wieder einer Nutzung zugeführt werden; geplant war eine Adaptierung als gastgewerblicher Beherbergungsbetrieb.
Der Hauptzugang des Gastbetriebes wurde an die Ostseite gelegt, sodass die gesamte Erschließung nun innerhalb des früheren Wirtschaftstraktes erfolgt. Dadurch konnte der Einbau von Treppe und Aufzug ohne Verlust von wertvoller Bausubstanz ausgeführt werden. Die Speiseräume befinden sich heute in der alten, restaurierten Stube sowie in den früheren Ställen. Einige Tische finden auch in der nahezu unveränderten ehemaligen Selchküche Platz. Der Bettentrakt hingegen wurde im Wirtschaftsgebäude realisiert.
Der private Wohnbereich im 1. und 2. Obergeschoss erhielt an der Ostseite einen neuen Zugang über eine Außentreppe, welche an der Stelle eines bestehenden Balkons und Abort-Anbaues errichtet wurde.
Das Gebäude konnte durch die Baumaßnahmen erhalten und wieder einer Nutzung zugeführt werden. Die neuen Baueingriffe wurden mit Rücksicht auf die bestehende Bausubstanz ausgeführt. So auch die Gestaltung der Fassaden, mittels traditionellen Bau- und Gestaltungselementen.
[Arch. Peter Kraus, Arch. Eleonora Kraus]



Pfitscherhof

SANIERUNG DES "PFITSCHERHOFES"

RIDNAUN 2011 - 2012

Der in den leicht ansteigenden Hang gesetzte zweigeschossige Hof mit nahezu quadratischem Grundriss liegt im Weiler Braunhofe in Ridnaun und wird an der Talseite von Dachgiebel und Söller im Obergeschoss geprägt. Die unregelmäßige Fensteranordnung und z.T. vermauerten Öffnungen deuten auf mehrere Baueingriffe hin. Der Zutritt zum Gebäude ist an der Ostseite angelegt und führt durch das spitzbogige Marmorportal in den Gewölbegang, welcher die anliegenden Räume erschließt. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss sind teilweise mit Gewölben, Holzbakendecken sowie mit Wand- und Deckentäfelungen ausgestattet.
Das Gebäude war zirka 20 Jahren unbewohnt und befand sich daher in schlechtem Erhaltungszustand. Die konstruktiven Bauteile wie Mauerwerk, Decken, Gewölbe und Dachstuhl waren größtenteils noch gut erhalten, mussten jedoch auf ihre Tragfähigkeit überprüft werden.
Der Eigentümer des Pfitscher-Hofes beabsichtigte, das seit Jahren nicht mehr bewohnte Gebäude zu sanieren und wieder einer Nutzung zuzuführen. Da der Bau eine Hofstelle bildet, sollten die Räumlichkeiten im Erdgeschoß für einen Buschenschank adaptiert und im Obergeschoß einige Gastzimmer untergebracht werden.
Die ehemalige Hofeinfahrt im zentralen Bereich des Obergeschosses dient heute als zweiter Gebäudezugang und gleichzeitig als Ausstellungsraum für alte landwirtschaftliche Geräte. Durch einen unterirdischen Zubau im Hang, indem die nun benötigten Nebenräume wie Küche, Lagerräume Heizraum, Silo ihren Platz fanden, konnte das äußere Erscheinungsbild unverändert bleiben.
Das Nutzungskonzept richtete sich nach dem Baubestand; dadurch konnte die wertvolle Grundsubstanz erhalten bleiben.
[Arch. Peter Kraus, Arch. Eleonora Kraus]



Deutschhaus

SANIERUNG UND ERWEITERUNG

STERZING 2001 - 2006

Der Grundgedanke des Sanierungskonzeptes war es, die wertvolle Bausubstanz zu erhalten, von störenden Bauteilen neueren Datums zu befreien und den gesamten Gebäudekomplex einer für das Baudenkmal verträglichen Nutzung zuzuführen. Die dafür erforderlichen neuen Einbauten und Erweiterung sollten als solche erkennbar sein, sich aber durch Maßhaltigkeit und Materialwahl in das Gesamtbauwerk einfügen. Einen besonderen Stellenwert im planerischen Konzept nahmen die Baueingriffe im Bereich der nördlichen Zubauten ein. Hier sollten durch Umnutzung und Ergänzung der historisch gewachsenen Situation die beiden neuen Säle entstehen, deren Unterbringung in den bestehenden Räumlichkeiten aufgrund der zu kleinteiligen Gebäudestruktur nicht möglich war.
Auf der Basis der erhaltenen vier bis sechs Meter hohen Mauerscheiben entstand ein abgestufter kubischer Baukörper. Dieser hebt sich in zeitgemäßer Formensprache klar vom Altbestand ab, ohne jedoch dessen Hauptrolle im gesamten Gebäudekomplex in Frage zu stellen.
Die Gestaltung des Innenhofes orientierte sich an der Vorlage eines historischen Wandfreskos im 1.Stockwerk des Ostflügels, das großflächige Grünanlagen und Nutzgärten zeigt. Bei der Neugestaltung wurde in Hinblick auf eine Nutzung für Freiveranstaltungen auf eine gesamte Wiederherstellung der Grünanlagen verzichtet und eine den Baukörpern folgende Hoffläche gestaltet.
Mit dem Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten der Deutschordenskommende konnte ein wertvolles Kulturgut erhalten werden.
[Arch. Peter Kraus]



Raiffeisenkasse Wipptal

SANIERUNG UND STÄDTEBAULICHE UMGESTALTUNG

STERZING 1999 - 2002, 2006 - 2008

Das Gebäude, ehemaliger Gasthof zum Weißen Rössl, liegt in der ostseitigen Häuserzeile der Neustadt und besteht aus dem viergeschossigen Hauptgebäude und dem dreigeschossigen Hinterhaus an der Schwalbeneggasse. Ein dazwischenliegender Innenhof trennt die beiden Baukörper und belichtet die innenliegenden Räume.
1998 wurde das seit den 70er Jahren als Bankinstitut dienende Gebäude saniert. Im Hinterhaus, dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude, wurden im Erd- und Obergeschoss zusätzliche Räumlichkeiten für den Bankbetrieb untergebracht. In einer weiteren Phase ergab sich die Möglichkeit, den erforderlichen Sitzungssaal und Schulungsraum zu verwirklichen. Geplant war der Abbruch und die Erneuerung des bestehenden Daches, das im Zuge der in den 70er Jahren unter teilweiser Wiederverwendung von Altholz neu errichtet wurde. Die erhöhte Fassade an Rückseite erhielt wieder die Größenordnung der anschließenden Gebäude und fügt sich durch die Staffelung des Baukörpers in die Häuserzeile ein.
[Arch. Peter Kraus]